SVG Göttingen - VfL Osnabrück 0:5 (0:2)

Niedersachsenpokal - Viertelfinale

03.10.17

Stadion am Sandweg (3.400)

Zuschauer: 1.000 (150 Gäste)

   Eintritt: 8€


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"Erste Runde Schüttorf, zweite Runde Nordhorn..."
Was für den Kölner London oder Belgrad ist, findet der lila-weisse Durchschnittsfan in Göttingen & Co: Erholungsurlaub vom absolut beschissenen Ligaalltag. Wie Marcel ja treffend berichtete, war das Derby im Vogelgrippenkerker ein ganz tiefer und beherzter Griff in den Lokus. Aber lassen wir das, denn heute war mit dem guten, alten Landespokal ja ein klasse Wettbewerb am Feiertag zur deutschen Einheit zurück.
Bevor der VfL dem tristen Regionalligadasein fröhnt, ist das die einzige Chance um die niedersächsischen Dörfer (und manchmal auch Städte) zu tingeln, neue Grounds und vor allem mal wieder einen Sieg zu sehen.
Die Anreise erfolgte nicht per Bimmelbahn, sondern mit Sven und meiner Karre. Da unser Redaktionspärchen noch einen kurzen Abstecher bei Hessen Kassel plante, teilten wir uns im Vorfeld auf.
Unser dynamisches Duo erreichte etwa eine Stunde vor Anpfiff den Parkplatz des Jahnstadions (geiles Teil) und wurde beim Passieren von einer hochintelligenten Beamtin gefragt ob wir denn zum Fussball wollen.
Nein, natürlich nicht! Das Auto mit dem Kennzeichen OS wollte selbstverständlich Richtung Badeparadies Eiswiese um auf den Rutschen mal so richtig die Meppener, ähm Sau rauszulassen.
Nachdem das geklärt war, wurden wir 8€ für einen Steher los, welcher sich auf einen Grasswall mit provisorischem Zaun beschränkte. Ryanair sei Dank blieb es heute trocken, denn bei einem plötzlichen Platzregen wäre das wohl die heißeste Schlammschlacht nach dem Meppener Dorffest geworden.
Wenigstens konnte die Krakauer für 2 Mark fünfzig was: dünn, knackig und dazu ein Baguettebrötchen, volle Punktzahl!
Die Mannschaft wurde mit einem "Derbyversager"-Plakat und ordentlichem Pöbelfaktor leistungsgerecht begrüßt.
Dass heute sportlich nur ein überzeugender Sieg zählte, sollte jedem klar sein.
Kurz nach Anpfiff fand sich lt. Pushnachricht neben 150 VfL'ern im Gästeblock/Wiese auch Sektion Teilzeithopping auf der Tribüne ein. Das 1:0 durch Heider war da bereits gefallen, welches minimal beklatscht wurde. Am Ende stand ein 5:0, welches die Hobbyoptimisten bitte nicht überbewerten sollten. Der heutige Gegner steht immerhin auf einem Abstiegsplatz in der Oberliga Niedersachsen.... Also haltet mal den Ball flach ;-) (dass was Jules Reimerink nicht beherrscht.)
Nach Abpfiff erneut verhaltenes Klatschen und auch die Mannschaft traute sich nur nach Savrans Schubser auf etwa 70 Meter Distanz zum Gästeblock heran. Kurzes "Klatscherchen", umdrehen und bloß weg. Das kam berechtigterweise bei den mitgereisten Osnabrückern überhaupt nicht gut an und zog nun einige Pfiffe und erneutes Pöbeln nach sich. Auf die Forderung eines Ultras: "Enochs komm her!" wurde völlig sinnfrei mit "Komm du doch her!" geantwortet. Das Band zwischen Fans und Mannschaft ist gerissen und es muss ganz dringend was passieren.
Nachdem heute die Entlassung von Joe erfolgte, müssen nun weitere Konsequenzen folgen. Ein Lothar Gans ist gezwungen seine eigenen Fehler einzugestehen und den Hut zu nehmen. Ein Jürgen Wehlend mag ja einen tollen BWL-Abschluss haben, aber von Fussball und Fanbelangen versteht er halt so viel, wie ein Preuße vom Stadionneubau.
Ein Sportdirektor mit Fachexpertise muss daher installiert werden. Schön, dass wenigstens "Rolli" Meier geblieben ist, denn wenn wir auf einer Position (fast) nie Probleme hatten, dann im Tor.
Dass Joe gehen musste, war notwendig nach der schwachen Ausbeute, trotzdem tut es dem Menschen Joe Enochs für mich keinen Abbruch. Der Mann verkörpert den VfL wie kaum ein Anderer und war immer ein Vorbild. Ich erinnere mich noch gut daran als er mir als Kind auf dem Jahrmarkt nach dem Körbe werfen seinen Gewinn schenkte und an sein Tor des Monats gegen die Bayern und den Jubel auf der klitschnassen, alten Nordtribüne.

Thanks for everything Joe and c'mon VfL!