RFC Seraing - KMSK Deinze 1:1 (1:1)

Eerste Klasse Amateurs (3. Liga Belgien)

11.11.17

Stade du Pairay (8.207)

Zuschauer: 2.500 (50 Gäste)

   Eintritt: frei - Tag der Stahlarbeiter


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Was macht man nach einem Spiel im Ellenfeldstadion Neunkirchen?
a) man besucht die schöne Saarschleife
b) man schaut sich das Welterbe Völklinger Hütte an
c) man setzt sich in eine Kneipe und betrinkt sich
d) man ballert einfach nochmal 2,5 h nach Belgien

Dingdingding! Genau, sie haben richtig gewählt, Antwort D!
Also wieder ab in die Karre und mit letzter Spritreserve in Lüttich angekommen, wo wir erstmal durch die halbe Stadt fuhren.
Ist bestimmt ne schöne Stadt, was wir gesehen haben, hatte aber eher was von einer Fusion aus Castrop-Rauxel und Wanne-Eickel. Alles kaputt, verlassen, oder schlichtweg potthässlich.
Wir irrten erstmal gut durch die grauenhafte Straßenführung und passierten eine Ampelkreuzung 3x!
Das Beste hierbei war, dass ein Penner an der Ampel Kleingeld von den vorbeifahrenden Autos erbettelte, beim dritten Mal guckte er uns an, wie ein Auto und dachte wohl, dass sein Trip vielleicht ne Nummer zu krass ist.
Dazu gab Junior-Navigator Marcel noch die falsche Adresse ein und wir landeten erstmal vor einem dunklen Sportareal.
Schnell wurde das Handy umprogrammiert und das Stade du Pairay erreicht, wo direkt vorm Einfahrtsgitter einer Industrieanlage geparkt wurde.
Mit letzter Kraft spurteten wir zu Kasse und ich konnte mit meinem grauenhaften Schulfränzösisch der Kassiererin verklickern, dass wir keine Gäste sind.
Dass wir dafür sogar nix für die Tickets zahlen mussten, lag aber wohl an einem Ehrentag für die Stahlarbeiter.
Von mir aus können sie hier auch den Jahrestag von Barbie und Ken feiern, solange der Groundhopper-Sparfuchs hier auch ohne Pressenummer gratis reinkommt ist doch alles tiptop 😁
Genau mit dem Anpfiff waren wir drin (Indianerehrenwort) und sahen ein gut gefülltes, englisch angehauchtes Stadion, welches uns alle direkt begeisterte.
Die Plätze wurden eingenommen und schon fielen die ersten (und einzigen) Tore und der Tuba-Mob auf der Gegengerade ging gut steil zu mexikanischen Klängen aus den Blasinstrumenten.
Hier im Vorort von Lüttich sieht man neben den Wappen von Seraing und Standard auch Dortmund, Chelsea und sonstigen Mist, der Klub zieht aber eine gute Anzahl an Leuten an (auch wenn heute natürlich gratis war).
Das kulinarische Angebot beschränkte sich im Stadion auf Flüssignahrung, wobei man kleine Papierschnipsel nach Bezahlung erhält wofür man dann sein Bier bekommt.
Marcel fand die wohl so toll, dass er die Teile einfach mitnahm und die belgische Zapfhenne im Vollspurt hinterherkam um sich dieses wertvolle Gut wiederzuholen, absolute Topszene! 😁
Belgische Pommes oder Schmierburger waren jedoch Mangelware, so dass wir mal gegenüber vom Stadion vorbeischauten, wo der Joppie-Mob schon hungrig und zahlreich am Imbiss wartete. Zum Ende waren leider DDR-Wochen angesagt und alles ausverkauft, bitter...
Also zur 2. Hälfte wieder rein und neben technisch starken Belgiern auch eine Gruppe mit verkleideten Hexen erspäht, welche sich mit ihren E-Zigaretten wohl selbst verbrennen wollten.
Definitiv ein gelungener Tagesabschluss in einem kultigen Ground, für uns ging es zurück nach Deutschland ins Hostel in Aachen.