FSV Zwickau - VfL Osnabrück 1:0

3. Liga

13.05.17

Stadion Zwickau (10.183)

Zuschauer: 7.322 (300 Gäste)

   Eintritt: 14€


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Am Ortseingangsschild in der Stadt im Westsachsenland hätte ich den Zusatz "Willkommen in der Hopperhölle!" erwartet. Nach dem Heimspiel des FSV gegen Hansa Rostock kursierten Horrorgeschichten auf turus, die das Drehbuch von The ring oder Paranormal activity mal locker in die Bauchtasche stecken würden. Ist aber auch eigentlich Wurst wie ne Klobasa, denn wir waren ja heute als Gästefans in Zwickau unterwegs. Lionel Messi hätte wohl sämtliche Steuerschulden darauf gewettet, dass die Osnabrücker Hopper mindestens 2 Autoladungen Richtung Ostdeutschland mit anschließender Pivo- und Klobasaverköstigung im heiligen Land schicken würden. Am Ende teilten sich aber alle auf wie siamesische Zwillinge vor der bevorstehenden Entjungferung. Für Marcel und mich hieß das: Hinfahren, Spiel gucken, zurückfahren. Nachdem er die heimische Karre letztens aber vor lauter Wut auf Holland in einen Wohnwagen setzte, blieb der Agendapunkt "fahren" mein To-Do. Mit Maik hatten wir dann zumindest oneway noch die Mr. Miyagi Variante des Groundhoppers an Bord und so konnte die geballte Kompetenz um 7:00 aufbrechen. Der Verkehr lief über die komplette Distanz so flüssig, wie der Bierschiss am Morgen, worüber sich vor allem Marcel's Kaninchen nachhaltig gefreut haben dürften. Über eine Stunde vor Anpfiff hatten wir dann unsere Stehplatzkarte für 14€! in der Hand. Wie sich die Durchschnitts-Mandy das von ihrem Ausbildungsgehalt leisten soll, können wir hier nicht final beantworten und beißen lieber in unsere "Zwigi", 2 Bockwürstchen im weichen Brötchen. Kein Geschmacksorgasmus, aber definitiv genießbar und mal ne willkommene Abwechslung.
Das Stadion Zwickau sieht so kreativ und einzigartig aus, wie der Name es verspricht. Der Präsident hat wie in Regensburg, Ingolstadt oder Paderborn mit dem Finger im Katalog auf das Modell 3. Liga mit gerade genug Plätzen für die Auflagen der DFL gezeigt und sich dieses "Schmuckstück" aus dem Baukasten der Anti-Architekten zaubern lassen. Wieder ein seelenloser Bau mit wunderbar zentraler Lage. Satte 50 Minuten Fußweg zum Hauptbahnhof, wir warten nun mal gespannt auf einen Münsteraner Neubau in Ostbevern oder Albachten... Die Woche vor dem Spiel hatte es neben dem Platz auf jeden Fall in sich. Erst wurde die U21 zur kommenden Saison abgemeldet, da man die Jugend besser an die Profis anbinden möchte. Die Geldsorgen, die sich dann auch in der Verlängerung des Crowdfundings widerspiegelten, waren hier wohl eher Faktor Nr. 1. Auch die Fanaussprache am Mittwoch hat aus meiner Sicht kaum die Wogen glätten können, trotzdem folgten ca. 300 lila-weisse dem VfL zum letzten Auswärtsspiel der Saison. Neben einer Vielzahl an Doppelhaltern, wurde auch der XXL-Schal wieder ausgepackt und über dem Block befestigt. Trotz Niederlage feierte der Gästeblock, am Ende auch sich selbst, aber was soll man machen, wenn die Mannschaft keinen Grund dazu liefert. Besonders die großartige Schuh-Aktion, welche optisch super aussah, aber auch direkt einen Geruch einer französischen Schimmelkäsefabrik in der sächsischen Luft erzeugte, wusste zu gefallen. Red Kaos, wie immer zahlenmäßig von den befreundeten Dynamos unterstützt, lieferte eine akustisch ordentliche Vorstellung ab, welche durch das Tor und die generell sehr starke Rückrunde weiter beflügelt wurde. Zum Spielbeginn gab's noch eine Blockfahne mit rot-weißen Balken und einem FSV Schriftzug, optisch ganz nett, aber auch nicht wirklich kreativ. Die Saison ist für den VfL jetzt sicher abgehakt, nun heißt es gegen Paderborn noch einmal einen guten Eindruck machen und mit guter Vorbereitung 2017/2018 anzugehen.

Schuhligans!