FK Partizan Belgrad - FK Mačva Šabac 6:1

Jelen Super Liga (1. Liga Serbien)

22.07.17

Stadion Partizana (32.710)

Zuschauer: 4.000 (23 Gäste)

 Eintritt: 450 Serbische Dinar (3,73€)


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Um kurz nach 5 bimmelte schon wieder der Wecker. Mirjam hatte uns für morgens ein Taxi zum Airport organisiert. Pünktlich war unser Fahrer am Apartment und fuhr uns die 15 Minuten zum niedlichen Aerodrom Podgorica. Hier läuft alles noch mega entspannt ab, knapp 5 Gates, eine Stunde vor Abflug Check-In, kein Warten beim Security-Check. ChrissFlyer hat sich hier vermutlich erstmal direkt einen von der Palme gewedelt. Neben uns war auch die Junioren-Handball Olympiaauswahl der Frauen von Montenegro im Flieger. Mit Podgorica -> Belgrad habe ich meinen kürzesten Flug nochmal unterboten, wir setzten quasi kurz nach erreichen der idealen Reisehöhe wieder zur Landung an. Zurück in der serbischen Hauptstadt, musste ich erstmal den Gastgeber unseres Apartments kontaktieren, was um halb 9 morgens leider noch nicht so gut klappte. Der Durchschnittsserbe pennt halt lieber mal etwas länger und zaubert dafür abends noch ein bisschen mehr. Wir frühstückten erstmal gemütlich in der in direkter Umgebung liegenden Skardalija. Die Alstadt von Belgrad weist eine enorm hohe Auswahl an Restaurants auf, so dass wir wenig später die leckere Käseplatte vertilgt hatten. Als Sascha dann vor Ort war um uns die Schlüssel zu bringen, konnten wir endlich die Taschen los werden und Belgrad erkunden. Das Apartment Belness Square ist top und Sascha ein mega freundlicher Gastgeber. Einziges Manko: Wenn man auf dem Pott sein Geschäft verrichtet, verschmilzt das linke Bein quasi mit der Wand, nur Hobbits können hier normal auf's Klo gehen.
Mit dem Taxi ging's zum Stadion Rajko Mitic und zu Fuß zum Stadion Partizan. Die beiden Rivalen des ewigen Derbys sind nur 550m voneinander entfernt und liefern sich europaweit wohl das beste Derby überhaupt. Neben einigen Streetartbildern kümmerten wir uns auch um die Tickets für die beiden Vereine. Was man hier für Spottpreise für die Haupttribüne bezahlt, ist schon der Wahnsinn und auch die Graffitis beider Vereine waren absolut top, wobei ich hier Partizan den Satzsieg bescheinigen würde. Mit dem Nummer 1 Fortbewegungsmittel Taxi ging's zur Festung Kalemegdan, welche zwar ganz nett ist, uns aber auch nicht wirklich umgehauen hat...
Nach etwas Bummel durch die Knez Mihailova, wurde noch etwas im Apartment gechillt ehe es zurück zum Stadion Partizana ging. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Philipp übrigens vergeblich versucht seine albanischen Lek einzutauschen. Nach mehreren Versuchen, erreichte die Aktion bei der letzten Wechselbude den Höhepunkt als der Serbe ihn einfach auslachte und sagte " I hate Albania! No one in this city will change this fucking money!"
Vor dem Stadion wurde noch ein Wasser und Sonnenblumenkerne geordert, bevor es rein ging, Getränke bleiben hierbei aber leider draußen. Der Ground kann definitiv mit einem guten Gammelfaktor überzeugen und auch das weite Rund lassen Hopperherzen höher schlagen. In Serbien begann zwar an diesem Wochenende die Saison, die bereits gespielten Partien in Europa und der langweilige Gegner, ließen jedoch keine großen Erwartungen aufkommen. Handgezählte 23 Gäste hatten sich aus Šabac auf den Weg gemacht um den Aufsteiger zu unterstützen und hissten eine Zaunfahne mit dem Gründungsjahr von Mačva. Auf Seite der Heimfans machten sich die Grobari (Totengräber) erst spät in der Kurve breit und beflaggten hauptsächlich Gate L und K, wo man sich zu einem ordentlichen Haufen zusammentat. Dafür, dass das Stadion nur zu etwas mehr als einem Zehntel gefüllt und die Akustik in einem offenen Stadion mehr als miserabel sein kann, wäre das hier meckern auf sehr hohem Niveau. Die Jug legte eine bockstarke Lautstärke vor und das obwohl im Stadion weniger Zuschauer als beim VfL waren. Zwar blieb eine Choreo aus, eine kleine Pyroshow durften wir dann aber in Hälfte 2 bewundern. Aus sportlicher Sicht hatte Mačva nicht den Hauch einer Chance. Bereits nach 20 Minuten stand es 3:0 für den serbischen Meister, der vor den Play-Offs zur Meisterschaft in der vergangenen Saison noch hinter Crvena Zvezda stand. Am ersten Spieltag also gleich mal ein dickes Ausrufezeichen mit 2 absoluten Traumtoren, darunter ein lässiger Lupfer aus 20 Metern. Nach Abpfiff ging es in die Knez Mihailova und Burger futtern und natürlich wie immer Jelen trinken. So früh mussten wir ausnahmsweise auch mal nicht ins Bett, am nächsten Morgen durften wir zum ersten Mal im Urlaub auspennen.