Spartaks Jūrmala - Ventspils

Virsliga

10.06.16

Ergebnis: 5 - 1

Slokas Stadionā (2.800)

Zuschauer: 185

Eintritt: frei

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Nachdem wir uns in Vilnius satt gesehen hatten, hieß es Aufbruch zum zweiten Länderpunkt der Tour. Für Thomas wäre es beinahe ein alter Hut gewesen gewesen, doch bei seinem ersten Besuch im lettischen Badeort wurde das Spiel auf Kunstrasen verlegt, was laut Legende zu größter Begeisterung gesorgt haben soll.

Mit einem mulmigen Gefühl, dass die Partie erneut auf dem künstlichen Grün ausgetragen werden könnte, ging es nun also nochmal 3,5 Stunden weiter gen Norden.

Das Wetter wurde dabei immer schlechter, die Bilder aus der sonnigen Heimat und die recht einseitige Landschaft machten das nicht besser. Naja, dass dieser Trip kein Zuckerschlecken wird, sondern schon eher die harte Kost war ja auch vorher schon klar. Wir versuchten uns mit Musik und Knabbereien bei Laune zu halten und kamen schließlich knapp 1,5 Stunden vor Anpfiff in Jurmala an. Mein mitgebrachtes Navi mit "Europakarte" war so clever und kannte nur das Zentrum, welches wie wir feststellten noch gute 14 km vom Ground entfernt war. Dank des unbegrenzten Konsums von Internet im EU-Ausland meines Mitfahrers war das ganze aber auch kein Problem, nachdem man ca. 10 Minuten nach Netz Ausschau gehalten hatte, versteht sich ;-). Am Stadion angekommen wurden sämtliche Horrorszenarien wiederlegt, das Fernsehen war bereits vor Ort und ein älterer Mann bestätigte uns: Das Ding wird im Stadion stattfinden! Durchatmen! Für mich kein KR-Platz als Länderpunkt und für Thomas kein Status als Nr. 1 Groundhopper des Kunstrasens in Jurmala :D

Wir versorgten uns im nahen Supermarkt mit Abendessen und machten uns anschließend wieder zurück zum Stadion. Dieses ist nur einseitig ausgebaut und besitzt eine Sitzplatztribüne mit 2.800 Plätzen. Zum heutigen Kracher des 1. und 2. der Virsliga kamen satte 185 € Zuschauer und das obwohl es es heute keinen Eintritt kostete.

Ein fußballerischer Leckerbissen lag also wieder in der Luft, im Gegensatz zur Verpflegung, die ich ich hier erneut vermisste... Das Spiel war doch recht ansehnlich und endete am Ende mit einem Kantersieg für Spartaks. Die heimischen "Ultras" machten sich durch eintönige Lieder und Affenlaute beim eigenen dunkelhäutigen Spieler dann eher zu genau solchen. Nach Abpfiff wurde noch ein Kleber des VfB Oldenburg "versorgt" und ich durfte die ehrenvolle Aufgabe übernehmen noch knapp 4,5 Stunden nach Tallinn zu donnern, aber dazu mehr im nächsten Bericht ;-)